Internationales am Burggymnasium

Der europäische Gedanke am Burggymnasium

Aufgrund der langjährigen Bedeutung internationaler Projekte an unserer Schule (s.u.) und unserer zunehmend multikulturellen Schülerschaft spielt der europäische Gedanke eine zentrale Rolle in unserem Schulleben. Von Anfang an erleben die Schülerinnen und Schüler, dass ein tolerantes, weltoffenes und friedliches Miteinander wichtig für ein gelungenes Schulleben ist. Im Unterricht, den zahlreichen AGs und in der Übermittagsbetreuung lernen schon die jüngsten Schülerinnen und Schüler, dass Solidarität, Toleranz und ein weltoffenes Miteinander an unserer Schule unverhandelbar sind. Von diesem Gedanken sind alle sozialen Aktivitäten am Burggymnasium geprägt.

Internationale Projekte am Burggymnasium

Internationale Projekte haben am Burggymnasium eine lange Tradition. Die europäischen Austauschprogramme Sokrates bzw. Comenius gehörten fest zum extracurricularen Angebot und wurden stets erfolgreich durchgeführt. Hierbei standen neben der Vertiefung des Fremdsprachenerwerbs der europäische Gedanke und die Vertiefung der interkulturellen Kompetenz der Teilnehmenden stets im Mittelpunkt, so setzten sich die Schülerinnen und Schüler im letzten Projekt unter dem Titel "Different Stories – Same Values" mit den unterschiedlichen nationalen Geschichten der Partnerländer sowie den gemeinsamen Werten auseinander.
Durch die Umstrukturierung des europäischen Austauschprogramms unter dem Dach von Erasmus+ befindet sich auch unsere internationale Arbeit im Umbruch. Fester Bestandteil sind hierbei mehrere bilaterale Partnerschaften, die weiter ausgebaut werden sollen. So ist es uns gelungen, Partnerschaften mit Schulen in den Niederlanden und in Spanien sowie in China zu knüpfen. Weitere Kontakte sind in der Entwicklung.

Partnerschaft mit Sint-Jans College
in Hoensbroek/ Niederlande

Bei dieser Partnerschaft stehen europäische Geschichte und die gegenwärtige Situation der EU im Mittelpunkt. Die SuS erhalten Gelegenheit sich bei zwei gegenseitigen Besuchen kennenzulernen, Aspekte ihrer jeweiligen Geschichte in Präsentationen auszutauschen und schließlich gemeinsam über ein aktuelles europapolitisches Problem zu debattieren. Im Schuljahr 2016/17 ist erstmals eine gemeinsame Fahrt zum Europaparlament in Brüssel geplant, um auf diese Weise die Partnerschaft zu vertiefen.

Partnerschaft mit Instituto Arnau Cadell
in Barcelona/ Spanien

Unsere Partnerschaft mit der Schule in Barcelona besteht ebenfalls seit dem Schuljahr 2014/15. Bisher hat es zwei Besuche gegeben (ein Besuch pro Schuljahr). In dieser Partnerschaft geht es vor allem um die Erweiterung der sprachlichen und interkulturellen Kompetenz für unsere Spanischschüler. Auch hier ist eine Vertiefung der Zusammenarbeit geplant, so dass zwei Besuche pro Schuljahr durchgeführt werden.

Partnerschaft mit Caoyang No. 2 High School
in Shanghai/China

Seit dem Schuljahr 2014/15 ist die Caoyang No. 2 High School unser Partner in Shanghai/China. Im Sommer 2014 reiste eine Schülergruppe für 10 Tage nach China und besuchte unsere Partnerschule. Der Gegenbesuch fand im September 2016 statt. Inzwischen sind bereits mehrere Schüler zu einem individuellen Schüleraustausch in Shanghai gewesen.

Darüber hinaus ist geplant, für jede Fremdsprache in unserem Fächerangebot einen Austauschpartner zu finden, um auf diese Weise die interkulturelle Kompetenz sowie die Fremdsprachenkompetenz der SuS weiter zu schärfen.

Individueller Schüleraustausch

Ist ein Schuljahr im Ausland geplant, haben Eltern die Möglichkeit, sich über die Voraussetzungen und die Angebote in einem individuellen Beratungsgespräch zu informieren.
Gleichzeitig bietet das als allgemeine Informationsveranstaltung gedachte Kulturcafé Informationen rund um das Thema Schüleraustausch für interessierte Eltern und Schülerinnen und Schüler. Hier haben auch diejenigen Schülerinnen und Schüler, die bereits an einem Austausch teilgenommen haben, die Gelegenheit, über ihre Erfahrungen zu berichten und Tipps aus ihrer persönlichen Erfahrung weiterzugeben.

Auslandspraktika

Die Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen des Berufspraktikums am Ende der EF die Möglichkeit, ihr Praktikum im Ausland zu absolvieren. In der Regel werden hier individuelle private Kontakte genutzt, die gewährleisten, dass für die Aufsichtspflicht gesorgt ist.

Projektkurs Geschichte Q1

Der Projektkurs in der Q1 ist in der Regel an die Fächer Sozialwissenschaften und Geschichte angebunden und ermöglicht den Teilnehmenden, sich im Rahmen des Projektunterrichts mit europäischen Themen selbstständig auseinanderzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten ausgewählte Aspekte verschiedener europäischer Themen (Entstehung und Entwicklung der EU – aktuelle Herausforderungen – Chancen für die Zukunft) in kleinen Gruppen und setzen sich intensiv mit den Herausforderungen und Chancen der europäischen Union auseinander. In diesem Kontext finden auch die Begegnungen mit unseren niederländischen Partnern statt.
Der Unterricht wird auf eine Weise organisiert, die die Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler in einem hohen Maße fördert. Handlungsorientierte und problemorientierte Ansätze stehen gleichberechtigt nebeneinander.

Exzellenzlabel CertiLingua

Seit dem Schuljahr 2011/12 wird das Exzellenzlabel CertiLingua angeboten. Hierbei handelt es sich um eine Zusatzqualifikation, die im Rahmen des bilingualen Zweiges erworben werden kann. Schülerinnen und Schüler, die darüber hinaus zwei fortgeführte Fremdsprachen bis zur Q2.2. belegt haben, an einem internationalen Projekt oder Austausch teilgenommen und darüber eine Projektdokumentation angefertigt haben, können das Zertifikat erwerben. Es wird ihnen zusammen mit dem Abiturzeugnis überreicht.

Internationale Wettbewerbe

Unsere Schülerinnen und Schüler nehmen regelmäßig an internationalen Wettbewerben teil. Darunter finden sich Wettbewerbe wie der "big challenge", der von Mitgliedern der Fachschaft Englisch organisiert wird.

Dr. P. Scheidt

Eckpunkte

Der europäische Gedanke
Internationale Projekte
Partnerschaft mit Sint-Jans College
   in Hoensbroek/ Niederlande
Partnerschaft mit Instituto Arnau Cadell
   in Barcelona/ Spanien
Partnerschaft mit Caoyang No. 2 High School
   in Shanghai/China
Individueller Schüleraustausch
Auslandspraktika
Projektkurs Geschichte Q1
Exzellenzlabel CertiLingua
Internationale Wettbewerbe
 
Ausführliche Informationen zu den einzelnen Themen bzw. weiter führende Links finden Sie in dem Artikel in der linken Spalte.
 
Ansprechpartnerin: Frau Dr. Scheidt
 
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Informationen zu anderen internationalen Themen finden Sie hier:
 
Model European Parliament

"Different stories, same values"

Comenius-Projekt 2013, Treffen in Cisternino/Italien
 
Am Dienstag, dem 5. März, landeten sieben Schüler des diesjährigen Projektkurses, begleitet von Herrn Knierim und Frau Dr. Scheidt, am späten Abend im süditalienischen Bari. Themenschwerpunkte dieses Projekttreffens waren Religion und Sport und ihr Stellenwert in den Partnerländern.
 
Wir alle wurden auf die herzlichste Weise begrüßt. Die Gastschüler und auch einige Eltern erwarteten uns bereits am Flughafen. Die meisten Schüler fuhren gemeinsam mit dem Bus nach Cisternino, unserem Zielort in Apulien. Die italienischen Familien und Lehrer begegneten uns mit außerordentlicher Gastfreundlichkeit und sorgten sich stets um unser Wohlergehen. 
 
Bereits am nächsten Morgen ging es mit den vorbereiteten Präsentationen los, welche am letzten Tag zu Ende gebracht wurden. Sowohl Italien als auch die Gastländer Schweden, Griechenland und Deutschland präsentierten nach einer Begrüßung ihre umfangreichen Ausarbeitungen zu den Themen Religion und Sport. Diese waren sehr verschieden, ebenso wie die Präsentationsweisen. Anschließend trafen wir uns in der Sporthalle der Schule, wo wir traditionelle Spiele ausprobierten, die zuvor von den Gastgebern in den Präsentationen vorgestellt worden waren. 
 
Am Abend gab es eine Willkommensparty in der Aula: Schüler und Lehrer unterhielten uns mit Tanz- und Gesangseinlagen. Jede Familie steuerte etwas zu dem großen Buffet voller italienischer Genüsse bei. Und wir hatten Gelegenheit, die Teilnehmer aller vier Partnerländer in entspannter Atmosphäre kennenzulernen.
 
Am Donnerstag fuhren wir nach Bari. Am Vormittag schauten wir uns viele verschiedene Kirchen und Kathedralen an wie zum Beispiel die St. Nicholas Kathedrale und auch eine kleine russische Kirche. Diese zeigten, wie unterschiedlich der Glaube auch in Italien gelebt wird. Anschließend fuhren wir in das „Bari Blue“ Einkaufszentrum zum Shopping. Kaum zu Hause angekommen trafen wir Schülerinnen und Schüler uns in dem "Aia del Vento" Restaurant in Cisternino. 
 
Am nächsten Tag war erneut eine ganztägige Exkursion angesetzt; diesmal ging es nach Lecce, dem Florenz des Südens mit seinen beeindruckenden Bauten und Kunstwerken sowie nach Otranto. Dort besichtigten wir unter anderem eine bemerkenswerte Kirche mit tragischer Vergangenheit. Der gesamte Boden der Basilika ist mit einem Mosaik bedeckt, die Wände und Decken von Kunst geziert. In einem hinteren Raum befinden sich verglaste Erker, in denen Teile von menschlichen Skeletten, den sog. Märtyrern von Otranto, gebettet sind. Dort hatten wir auch die Möglichkeit, uns am Meer aufzuhalten und besuchten mit unseren Gastgebern auch die Festung von Otranto. 
 
Der letzte Tag kam viel zu schnell. Nach den abschließenden Präsentationen trafen sich alle Schüler wieder in der Sporthalle. Kurze Zeit später fand eine Zeremonie für uns statt. Wir bekamen zuvor die Aufgabe, in Gruppen die Frage zu bearbeiten, welche Gemeinsamkeiten alle Länder in Hinblick auf die Vorträge teilen. Nach der Vorstellung unserer Ergebnisse bekamen Schüler und Lehrer eine Urkunde und eine Medaille für die Teilnahme am Comenius-Treffen. Die Abreise war für die meisten Schüler ein sehr emotionaler Moment, da die Familien – besonders die gastgebenden SchülerInnen - uns trotz der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen waren. 
 
Wir lernten durch das Comenius-Treffen in Italien sowohl viel Neues über Kultur, Tradition und Lebensart der Italiener, als auch über die unterschiedlichen Auffassungen der teilnehmenden Länder über Religion und Sport, stellten aber auch fest, dass es wirklich "Different Stories, Same Values" sind, die uns verbinden. 

Präambel zum Schulprogramm

Die Mitglieder des Burggymnasiums sind sich ihrer sozialen und politischen Verantwortung für Gegenwart und Zukunft bewusst, deshalb fühlen sie sich dem europäischen Gedanken und dem Bestreben zusammenzuwachsen verpflichtet. Daher orientieren sie ihren Schulalltag sowie ihr Schulleben an den Prinzipien von Völkerverständigung, Demokratie, Solidarität, Miteinander und Toleranz.