Geschichte

Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg

Im Rahmen der Bildungspartnerschaft mit dem Haus der Essener Geschichte entstand im Schuljahr 2015/16 ein beeindruckendes Projekt: 
"Verpflegung war mickrig, arbeiten musste man schwer". Vom (Über-)leben russischer Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Essen

Dessen Ergebnisse wurden am Samstag, dem 27. Februar 2016, in der ehemaligen Luisenschule in Form einer Lecture Performance präsentiert. Sehen Sie hier einige Impressionen:

Unter Begleitung der Archivpädagogin Frau Josten und der Kursleiterin Frau Sternberg hatte sich der Geschichtszusatzkurs am konkreten Beispiel der Stadt Essen mit dem Thema "Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg" befasst.
Dabei konnten die SchülerInnen sowohl auf das bereits aufgearbeitete Quellenmaterial - vor allem Briefe der Betroffenen im Rahmen des Entschädigungsverfahrens - zurückgreifen, als auch unter fachkundiger Begleitung weitere Textquellen erschließen. Ein Glücksfall war es, dass sich vier russischsprachige SchülerInnen in der Lerngruppe befanden, die zahlreiche, bislang nicht übersetzte Briefe der Betroffenen erschließen konnten.
Die Gruppe setzte sich zudem mit dem Themenkomplex "Zwangsarbeit" kreativ auseinander, sodass ein eigenständiges Produkt entstanden ist, welches über die bloße "Inszenierung von Geschichte" hinausgeht.

Weitere Informationen über das Projekt finden Sie hier:
Monika Josten und Brigitte Sternberg: "Verpflegung war mickrig, arbeiten musste man schwer". Vom (Über-)leben russischer Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Essen. In: Archivar 2 (2016). S. 135-138.

B. Sternberg

Schule im Ersten Weltkrieg

"Eisern ist die Zeit und gewaltig ist das Schicksal."
(OB Holle, 2. September 1914)
 
Im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen dem Haus der Essener Geschichte und dem Burggymnasium erarbeiteten Schülerinnen und Schüler des Geschichtszusatzkurses im Schuljahr 2013/14 eine Ausstellung zum Thema "Schule im Ersten Weltkrieg".

Anhand von Archivalien aus dem Stadtarchiv wie historischen Zeitungsberichten, Tagebüchern, Biographien, Briefen und Fotografien, erforschten sie die Auswirkungen des Krieges auf das alltägliche Leben der damaligen Kinder und Jugendlichen. Begeisterung und patriotische Gesinnung wurden bald verdrängt von Sorgen des alltäglichen Lebens oder der Angst um den Vater und den Bruder an der Front.

Als beispielhaftes Schülerprojekt wurde die erarbeitete Ausstellung "Eisern ist die Zeit und gewaltig ist das Schicksal" auf dem Historischen Portal Essen publiziert.

Damit bleibt das "besonders schöne Beispiel für die Förderung von Erinnerungskultur", so Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, auch weiterhin einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Ein nachhaltiger Beleg für die Fruchtbarkeit der ersten Bildungspartnerschaft des Hauses der Essener Geschichte mit einer Essener Schule.

Begleitet wurde die Arbeit der SchülerInnen von der Archivpädagogin Monika Josten und der Studienrätin Brigitte Sternberg.

M. Josten und B. Sternberg

Ein Ausflug in die Steinzeit - Kleine Künstler auf historischen Pfaden

 

Mit einfachsten Materialien Großes vollbringen - unsere steinzeitlichen Vorfahren waren Meister darin. Doch nicht nur Werkzeuge wurden erfunden, auch darstellende Kunst war Teil der steinzeitlichen Lebenswelt. Rund um diese drehte sich das Projekt der Fachschaft Geschichte beim Tag der offenen Tür im November 2015.

Hier konnten sich die angehenden Gymnasiasten selbst als Höhlenmaler versuchen. Die Inspiration holten sie sich vorher mit Hilfe eines virtuellen Rundgangs durch die Höhle von Lascaux oder durch einen geschickten Blick auf die Werke ihrer Vorbesucher.
Als Grundlage für die Kunstwerke diente Raufasertapete, wahlweise unbehandelt oder mit Hilfe von Kleister und Sand zu "richtigem" Fels weiterverarbeitet.
Als Farben standen verschiedene Naturerzeugnisse zur Auswahl: So wurden mit Hilfe von Beeren Rottöne und mit Brennnesseln Grüntöne angemischt. Da sich natürlich nicht alle Lebensumstände 1:1 simulieren lassen, wurde auch auf moderne Mittel zurückgegriffen: Paprika und Currypulver dienten als Basis für rote und gelbe Farben.
Mit selbst angefertigtem steinzeitlichen Malwerkzeug oder einfach mit den Fingern entstanden so viele schöne Werke.

Als Teil der schulweiten Rallye war das von SchülerInnen des Jahrgangs 8 betreute steinzeitliche Atelier sehr gut besucht, und auch die Eltern beobachteten das Wirken ihrer Kinder mit Interesse. Viele der Bilder wurden später mit nach Hause genommen und schmücken nun sicherlich so manches Kinderzimmer.

S. Kreutz und B. Sternberg