Englisch

In den Klassen 5 und 6 wird Englisch entweder vierstündig (Latein ab Klasse 5) oder sechsstündig (Englisch intensiv) unterrichtet. Durch das zusätzliche Stundenvolumen im bilingualen Zweig lernen die Schülerinnen und Schüler besonders schnell, in englischer Sprache zu kommunizieren, was sich auf den Spracherwerb sehr motivierend auswirkt. Schon nach wenigen Wochen können sie kurze Dialoge zu Alltagssituationen verfassen und kleine Rollenspiele aufführen.

In der Phase des Übergangs von der Grundschule zum Gymnasium spielen die Reaktivierung des bereits erworbenen reichhaltigen Wortschatzes sowie die behutsame Hinführung von einem (fast) ausschließlich mündlichen Schwerpunkt hin zur Schriftsprache eine große Rolle, damit die bereits erreichten sprachlichen Kompetenzen gesichert und systematisch weiterentwickelt werden. 

In der Klasse 7 beträgt das Stundenvolumen in beiden Zweigen vier Stunden, in den Klassen 8 und 9 drei Stunden pro Woche. Die Schülerinnen und Schüler, die im bilingualen Zweig bleiben, werden ab Klasse 7 zusätzlich in einem Sachfach in englischer Sprache unterrichtet.

Das im Unterricht der Sekundarstufe I verwendete Lehrwerk ist English G 21. Besonders viel Spaß macht den Schülerinnen und Schülern in der Regel die Arbeit mit dem lehrbuchbegleitenden Workbook, weil hier vielfältige Übungsformen zum Einsatz kommen. Außerdem enthält das Workbook eine CD, auf der viele der Buchtexte enthalten sind. Sie ermöglicht somit das Üben des Hörverstehens und die Arbeit an der eigenen Aussprache. Schon für Klasse 5 gibt es darüber hinaus eine zum Schulbuch gehörende DVD mit kurzen Sequenzen, die inhaltlich und sprachlich auf die jeweilige Unit abgestimmt sind. Die Schülerinnen und Schüler lernen so bereits zu einem frühen Zeitpunkt, audio-visuelle Medien zu entschlüsseln und native speakers zu verstehen.

In der Qualifikationsphase der Oberstufe wird das Fach Englisch sowohl als Grundkurs (dreistündig) als auch als Leistungskurs (fünfstündig) angeboten. Die Schülerinnen und Schüler, die weiterhin im bilingualen Zweig bleiben möchten, können das Fach Sozialwissenschaften in englischer Sprache belegen.

Seit einigen Jahren kommt einmal pro Schuljahr das Flying Fish Theatre zu uns in die Schule und bietet für die Klassen 5 bis 7 eine englischsprachige Theateraufführung an. Die Schauspieler, die alle native speakers sind, sprechen ein verständliches Englisch und binden die Zuschauer an vielen Stellen auf humorvolle Art und Weise in die Inszenierung ein. Anschließend stehen sie für ein Gespräch zur Verfügung und beantworten die in der Regel zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler. Im vergangenen Schuljahr hat das Flying Fish Theatre uns mit der Aufführung des Gangstermusicals The Banana Gang begeistert; für 2011/12 ist die Inszenierung eines „vampirical“ mit dem Titel Mc Vamp geplant.

Jedes Jahr im Mai können unsere Schülerinnen und Schüler am europaweit durchgeführten Wettbewerb The Big Challenge teilnehmen, der 2012 erstmals auf die 9. Klassen ausgeweitet wird. Die Teilnehmer beantworten einen Multiple-Choice-Fragebogen mit 54 Fragen zu Wortschatz, Grammatik, Phonetik und Landeskunde, deren Schwierigkeitsgrad nach Klassenstufen gestaffelt ist. Die Website www.thebigchallenge.com/de bietet vielfältige Übungsaufgaben zur gezielten Vorbereitung auf den Wettbewerb. Für die Schülerinnen und Schüler, die besonders gut abgeschnitten haben, gibt es attraktive Preise; für alle anderen Teilnehmer gibt es einen Trostpreis, z. B. eine englischsprachige Kinder- bzw. Jugendzeitschrift.

Im Schuljahr 2010/11 haben zum ersten Mal vier Schülerinnen aus der 9. Klasse am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilgenommen. Betreut wurden sie von ihrer Englischlehrerin Frau Edel Farinha und Studierenden der Universität Duisburg-Essen. Die feierliche Siegerehrung für alle Preisträger Nordrhein-Westfalens fand in der Aula des Burggymnasiums statt.

Ebenfalls seit einigen Jahren werden in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I regelmäßig Afternoon Clubs zu so unterschiedlichen Themen wie Marine Life Project, Radio Play Fun Club, Board Games oder Debating Club angeboten, die immer auf große Resonanz stoßen und sich sehr motivierend auf die Teilnehmer und ihre Sprachkompetenz auswirken.

C. Brücks

Students meet students - Studierende der UDE unterrichten Burgschüler

Im Rahmen ihres Seminars "Computers in English Language Teaching" haben Studierende der Universität Duisburg-Essen zwei Projekte für Burgschülerinnen und -schüler vorbereitet. Angeleitet wurden sie dabei durch ihre Dozentin Dr. Katja Heim.

Im ersten Projekt erstellten die Schülerinnen und Schüler aus dem Englischunterricht von Frau Dr. Scheidt in der Klasse 6b unter der Anleitung der Studierenden einen Blog zur Lektüre "Robin Hood". Nachdem die Geschichte des englischen Helden der Armen im Unterricht inhaltlich erarbeitet worden war, näherten sich die Schüler und Schülerinnen nun dem Thema auf kreative Weise. So konnten sie eine Fotostory entwerfen, Podcasts aufnehmen, book reviews schreiben und ein Quiz zusammenstellen. Im Computerraum an der Universität wurden sie dabei von den Studierenden auf Englisch sehr gut betreut und angeleitet. Die entstandenen Produkte können sich sehen lassen.

Das zweite Projekt ermöglichte den Schülerinnen und Schülern aus dem bilingualen Biologiekurs von Frau Edel Farinha das Erstellen eines Wikis. Zum Thema "Human Evolution" hatte sich die Klasse bereits im Unterricht mit den Gattungen Homo habilis, Homo erectus, Homo neanderthalensis und Homo sapiens befasst. Die erarbeiteten Inhalte der Kleingruppen wurden nun über die Veröffentlichung im Wiki für alle zugänglich gemacht. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler u. a. auch die Nutzung eines Programms zur Erstellung von Mindmaps kennengelernt. Mit diesem Programm können sie nun selbstständig auch in anderen Kontexten arbeiten.

Besonderen Anklang fand das Voki. Hier wird mündlich die Einführung in das Wiki gegeben. Hören Sie doch selbst einmal!

Abschließend lässt sich sagen, dass nicht nur alle Beteiligten Spaß am Projekt hatten, sondern auch beide Seiten – Schülerinnen und Schüler sowie Studierende – profitiert haben. Die Studentinnen und Studenten konnten ihr theoretisches Wissen praktisch anwenden und einen Einblick in die Schulpraxis gewinnen. Die beiden Lerngruppen des Burggymnasium haben intensiv Englisch gesprochen, ihre PC-Kenntnisse vertieft, Universitätsluft geschnuppert und ihr Sachwissen zu Robin Hood und Human Evolution vertieft.

Beim nächsten Mal sind wir gern wieder dabei!

S. Edel Farinha
Dr. P. Scheidt

(Bilder zu den beiden Projekten finden Sie in der Galerie in der rechten Spalte auf dieser Seite.)

Eckpunkte

Sekundarstufe I,
Englisch-Unterricht für SchülerInnen im Ausbildungsgang "Latein ab Klasse 5":
Jg. 5, 6, vierstündig
Jg. 7, vierstündig
Jg. 8, 9, dreistündig
Lehrwerk "English G 21"

Sekundarstufe I,
Englisch-Unterricht für SchülerInnen im bilingualen Zweig / im Ausbildungsgang "Englisch intensiv":
Jg. 5, 6, sechsstündig
Jg. 7, vierstündig
Jg. 8, 9, dreistündig
Jg. 7-9, ein Sachfach wird in englischer Sprache unterrichtet
Lehrwerk "English G 21"

Sekundarstufe II:
Grund- und Leistungskurse
Grundkurs Sozialwissenschaften in englischer Sprache wählbar
 
Internationale Begegnungen:
Sprachenfahrt nach London in der Jg. 9

Shakespeare's Globe zu Gast in der Burg: Das Runde im Eckigen

Eine Masse von 1.000 Menschen, die dicht gedrängt unter freiem Himmel um eine Holzbühne stehen, und weitere 2.000, die auf drei Ränge verteilt drumherum sitzen. Volksfest, Tumult, Aufruhr bisweilen. So war es zu Shakespeares Zeiten im Globe Theatre.

Patrick Spottiswoode, Leiter des originalgetreu rekonstruierten Globe Theatre in London, brachte am 18. November 2015 den Oberstufenschülern des Burggymnasiums und der Victoriaschule Shakespeares Bühnenstücke nah und näher. Mit einer One-Man-Show in der Aula des Burggymnasiums, bei vollem Einsatz von Körper und Stimme und ständigem Kontakt zum Publikum, ließ er Zeit und Sprache Shakespeares lebendig werden. Die Schüler dankten es mit gespannter Aufmerksamkeit und herzhaftem Gelächter über 90 Minuten hinweg. Spottiswoodes glasklares britisches Englisch ließ keine Verständigungsprobleme aufkommen, sein Faible für deutsche Wörter sorgte ebenfalls für Heiterkeit.

So bedauerte er die Vorherrschaft des "Rechtecks" in allen Bereichen des Lebens, sogar im Theater, das doch früher einmal ein anarchischer Ort gewesen sei. Die runde Form des Globe, in dem die Schauspieler in ständiger Interaktion mit der Menge stünden, Zuschauer sich gegenseitig sehen könnten, und Energie ungehindert hin und her fließe, sei der Gegenentwurf zum "Rechteck".

Umlagert von Schülern schon in der Pause, verabschiedete sich Spottiswoode unter donnerndem Applaus.

S. Winkler

Innenansicht des Globe Theatre kurz vor Beginn der Vorstellung.