ALF

ALF - so heißt der schlaue Fuchs, den 5. Klassen während des 2. Schulhalbjahres in einer Einheit des Biologieunterrichtes kennen lernen. ALF ist nur sein Spitzname, den er trägt, weil er Allgemeine Lebenskompetenzen und Fertigkeiten besitzt, d. h. er weiß gut durchs Leben zu kommen. Er ist ehrlich, versteht sich mit anderen, sagt, was er denkt und weiß, was er möchte. Was er nicht mag, lehnt er ab. Er lässt sich von anderen nicht dazu verleiten, Dinge zu tun, die er eigentlich gar nicht will.

Gemeinsam mit ALF erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Gruppenregeln, Informationen über die Auswirkungen von Alkoholkonsum und Möglichkeiten ”nein“ zu sagen. Dies geschieht in Form von Rollenspielen und Arbeitsgruppen.

ALF ist ein Programm zur Suchtprävention, das vom Institut für Therapieforschung in München speziell für Schulen entwickelt und erprobt wurde. Es basiert auf der Annahme, dass Substanzmissbrauch und Drogenkonsum bei Jugendlichen durch den Aufbau von Schutzmechanismen und einer angemessenen Einstellung gegenüber den Substanzen verhindert werden kann (Lebenskompetenz bzw. life skills). Diese Lebenskompetenz soll durch Ich-Stärkung statt Abschreckung oder Warnung erreicht werden.

Da einmalige Aktivitäten nicht genügen, um Missbrauch psychoaktiver Substanzen zu verhindern, ist ALF langfristig angelegt. Das Konzept umfasst 12 Unterrichtseinheiten, die nach Möglichkeit in einem Abstand von ca. 2 Wochen durchgeführt werden sollten. Hierbei sind interaktive Unterrichtsmethoden wie z. B. Rollenspiele ganz besonders wichtig. In den Rollenspielen haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit zum Einüben bestimmter Fertigkeiten. So können sie lernen, sich gegen den Einfluss der Gruppe durchzusetzen und standfest zu bleiben.

Diese Ich-Stärkung wird gekoppelt mit Informationen über Alkohol und Nikotin und deren kurzfristigen Auswirkungen.