Profil des Burggymnasiums

Nachfolgend finden Sie ausführliche Informationen zu den folgenden Aspekten:
 
1) Sprachen
 
Ausgehend von unserer langjährigen Tradition liegt ein Schwerpunkt unserer Schule auf dem Erlernen von Sprachen, dabei bieten wir zwei unterschiedliche Möglichkeiten in der Erprobungsstufe: 
 
Latein ab Klasse 5 
In diesem Ausbildungsgang wird in den Klassen 5 und 6 Latein mit 4 bis 5 Stunden unterrichtet, Englisch wird mit 4 Stunden aus der Grundschule fortgesetzt.
Da das Burggymnasium an einem Modellversuch teilnimmt, kann das Latinum bereits nach Klasse 9 erworben werden (sonst nach Klasse 10). 
Mit dem doppelten Sprachbeginn lernen die Kinder sowohl grammatische Strukturen für den Spracherwerb als auch weitere kommunikative Kompetenzen im Englischunterricht.
 
Englisch intensiv 
Englisch wird in diesem Ausbildungsgang in Klasse 5 und 6 mit zwei zusätzlichen Stunden unterrichtet, d. h. mit 6 Stunden. Die Englischkenntnisse, die die Kinder aus der Grundschule mitbringen, können so umfassend aufgegriffen und ausgebaut werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen sehr schnell, in englischer Sprache zu kommunizieren, was sich auf den Spracherwerb sehr motivierend auswirkt. 
Beim Übergang in die Mittelstufe verfügen die Schülerinnen und Schüler dann bereits über weitreichende Englischkenntnisse und können ausgewählte englische Texte und Filme nicht nur gut verstehen, sondern auch flexibel darüber sprechen und schreiben.
Ab Klasse 7 kann dann der bilinguale Ausbildungsgang gewählt werden. Schüler/innen des bilingualen Zweiges haben in Klasse 7 Politik-Wirtschaft in englischer Sprache. Ab Klasse 8 werden zwei Fächer in englischer Sprache unterrichtet, Politik-Wirtschaft und Geschichte in Klasse 8 und 9, Sozialwissenschaften und Geschichte in Klasse 10/EF.
Wer das bilinguale Abitur erwerben will, muss in der Qualifikationsphase einen Englisch-Leistungskurs wählen und einen Grundkurs Sozialwissenschaften in englischer Sprache. Beide sind dann Abiturfächer.
 
Weitere Fremdsprachenfolge 
Wer sich für "Englisch intensiv" entscheidet, hat am Burggymnasium in der 6. Klasse die Wahl zwischen Französisch und Latein als reguläre 2. Fremdsprache. 
Für Schülerinnen und Schüler, die sich für "Latein ab Klasse 5" entscheiden, besteht die Möglichkeit, als 3. Fremdsprache Spanisch in der differenzierten Mittelstufe (ab Klasse 8) zu lernen oder in der Sekundarstufe II eine weitere Sprache zu belegen.
 
Sprachen lernen in der Sekundarstufe II 
Alle in der Sekundarstufe I gelernten Sprachen können in der Sekundarstufe II fortgesetzt werden. 
Als neu einsetzende Fremdsprachen bietet das Burggymnasium:
 
CertiLingua
Zusätzlich zum Abitur kann das Exzellenzlabel CertiLingua erworben werden. CertiLingua bietet:
- Erleichterung des Zugangs zu internationalen Studiengängen
- Verbesserung beruflicher Perspektiven im europäischen und internationalen Kontext
- Befreiung von Sprachprüfungen für den internationalen Hochschulzugang
 
2) Naturwissenschaften/Technik
 
Nicht nur das Erlernen von Sprachen ist uns wichtig, sondern wir möchten die Schülerinnen und Schüler auch im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich fördern; dies geschieht durch unser Angebot in der differenzierten Mittelstufe:
 
In den Klassen 8 und 9 gibt es den Wahlpflichtbereich, hier haben die Schülerinnen und Schüler die Wahl zwischen:
 
3) Musik
 
Ein weiteres traditionelles Standbein ist die zusätzliche musikalische Ausbildung an unserer Schule. Neben den planmäßigen Unterrichtsstunden im Fach Musik werden mehrere Musik-AGs für verschiedene Schulstufen und eine Bläserklasse in den Klassen 5/6 angeboten. Diese Angebote bilden eine sinnvolle und praktische Fortführung der musikalischen Arbeit des JeKI-Projektes, an dem viele Schülerinnen und Schüler in ihrer Grundschule teilgenommen haben.
 
Bläserklasse
In Zusammenarbeit mit der Folkwang-Musikschule bieten wir für die Klassen 5 und 6 an, in kleinen Gruppen ein Blasinstrument zu erlernen. Nach dem Motto "Lernen mit Kopf, Herz und Hand" bekommen die Schülerinnen und Schüler zusätzlich zu den beiden planmäßigen Unterrichtsstunden in einer Kleingruppe eine Stunde Instrumentalunterricht (Querflöte, Klarinette, Fagott, Trompete oder Posaune) bei einer Lehrkraft der Folkwang-Musikschule Essen. Eine weitere Unterrichtsstunde fördert das gemeinsame Spiel im Ensemble, indem kleinere Musikstücke gemeinsam gespielt werden. Dafür entstehen derzeitig folgende Kosten: 26 € pro Monat (halbjährlich 126 €) als Unterrichtsgebühr und monatlich 20 € bis 30 € für ein Leihinstrument. Soll der Instrumentalunterricht nach Ablauf der Bläserklasse bei einem Instrumentalpädagogen der Folkwang-Musikschule fortgesetzt werden, können hierzu unsere Räume im Nachmittagsbereich genutzt werden.
 
Die Wahl der Bläserklasse ist unabhängig von der Sprachenwahl.
 
Musik-AGs
Kostenlos, aber besonders wertvoll sind die verschiedenen Musik-AGs.
- Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-7 gibt es das Vororchester. Dieses Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die schon ein Instrument erlernt haben und verhältnismäßig gut die Notenschrift beherrschen.
- Die Junior-Band (ab Jahrgangsstufe 6-7), die meist mit Trompeten, Klarinetten, Posaunen, Saxophonen, Klavier und Schlagzeug besetzt ist, bereitet die Schülerinnen und Schüler auf das Mitwirken in der BigBand vor.
- Die BigBand spielt ein typisches Programm und agiert in zunehmendem Maße eigenverantwortlich.
- Die größte Formation ist das Burgorchester, in dem Schülerinnen und Schüler der höheren Jahrgangsstufen mitspielen, die über entsprechende instrumentale Fertigkeiten verfügen und bereit sind, sich zeitlich und mit Freude musikalisch zu engagieren.
 
Man muss nicht die Bläserklasse besucht haben, um im Orchester oder in der Band mitzuspielen.
 
Bläserklasse und Musik-AGs sind als musikalisches Förderkonzept Teil des Schulprogramms. 
Hier finden Sie das musikalische Förderkonzept am Burggymnasium im Überblick (für Kinder am Ende des 4. Grundschuljahres mit Interesse an musikalischer Förderung).
 
4) Förderung
 
4a) Förderung bei besonderer Begabung
 
Latein und Englisch ab Klasse 5
Das Burggymnasium ist Modellschule beim Schulversuch "Latinum nach Klasse 9". Voraussetzung ist der Beginn mit Latein ab Klasse 5 und die Teilnahme an der zentralen Prüfung zur Erlangung des Latinums am Ende der Klasse 9. 
Für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die Latein und Englisch ab Klasse 5 wählen, findet der volle Englischunterricht mit 4 Wochenstunden statt. Der Französischunterricht beginnt regulär ab Klasse 6.
 
Spanisch ab Klasse 8
Im Zuge der differenzierten Mittelstufe kann Spanisch gewählt werden. 
(Die anderen zu wählenden Fächer sind Physik/Technik, Biologie/Sport und Kunst/Politik).
 
Chinesisch ab Klasse 10
Als neu einsetzende Fremdsprache wird Chinesisch ab Klasse 10/Einführungsphase als reguläres Fach angeboten, mit der Möglichkeit, es als schriftliches oder mündliches Abiturfach zu wählen.
 
Drehtürmodell
Mit dem Drehtürmodell bietet das Burggymnasium eine Förderung für besonders begabte und leistungsfähige Schülerinnen und Schüler an. Sie haben die Möglichkeit, für eine begrenzte Zeit aus regulären Unterrichtsstunden herauszugehen, um selbstständig an von ihnen ausgewählten Projekten zu arbeiten.
 
4b) Förderung bei Lernschwierigkeiten
 
Die individuelle Förderung erfolgt im Rahmen des Tutorensystems. Im Anschluss an den regulären Unterricht werden die Teilnehmer in Kleingruppen von Schülertutoren der Jahrgangsstufe 9 in den Fächern Deutsch, Englisch, Latein, Französisch oder Mathematik betreut, um bestehende Lernschwierigkeiten zu überwinden.
 
5) Hausaufgabenkonzept
 
Hausaufgaben beinhalten ein selbstständiges Lernen mit:
- Wiederholen
- Üben
- Recherchieren
- Auswendig lernen
- Gestalten
- Nachschlagen
 
- Aufgrund der längeren Unterrichtstage der Schüler des Burggymnasiums sollen Hausaufgaben gezielt und zurückhaltend aufgegeben werden.
- Ein Schwerpunkt der Hausaufgaben liegt auf den schriftlichen Fächern, da es den Schülern auch wichtig ist, für Klassenarbeiten/Klausuren zu üben.
- In der Gruppe der „übrigen Fächer“ sollen die Hausaufgabeneinheiten in der Sek I 10 bis 15 Minuten nicht überschreiten.
- Ein Schwerpunkt liegt bei den Hausaufgaben auf den Arbeiten, die sinnvollerweise alleine und in Ruhe zu Hause erledigt werden können (z. B. Vokabeln lernen).
- Die Hausaufgaben sollen im Regelfall in einem Fließtext formuliert werden, dies soll besonders für das Fach Deutsch gelten.
- Hausaufgaben sollen rechtzeitig angekündigt, klar formuliert und erklärt werden, ebenso im Unterricht ausgewertet werden.
- Um eine Hausaufgabendichte zu vermeiden, sollen längere Zeiträume zur Erledigung vereinbart werden (Wochen- und Monatspläne).
- Im Rahmen des Methodentrainings (Klassen 5 und 6) werden Konzepte zur Erledigung von Hausaufgaben entwickelt (z. B. Organisation des Arbeitsplatzes, Umgang mit Ablenkungen).
- Hausaufgaben ermöglichen besonders begabten Schülern, sich zusätzlich Stoff zu erarbeiten, der in den Unterricht zu integrieren ist (Küraufgaben).
- Um Hausaufgaben generell zu reduzieren, sollen Übungsphasen in den Unterricht integriert werden. 
- Hausaufgaben werden zuverlässig in das Klassenbuch eingetragen, damit die Kollegen einen Überblick über die Belastung erhalten.
- Es werden zunehmend Übungshefte eingeführt, die im Laufe eines Schuljahres bearbeitet werden müssen, diese sind auch in Vertretungsstunden zu nutzen, in denen Unterricht vorher nicht planbar war.
- Das Prinzip einer freiwilligen Hausaufgabenleistung soll in der SII verstärkt gelten, generell sollen die Hausaufgaben während der intensiven Klausurphase reduziert werden.
 
6) Mittagessen und Nachmittagsbetreuung
 
Bedingt durch die Schulzeitverkürzung auf 12 Schuljahre bis zum Abitur lässt es sich nicht vermeiden, dass auch Schüler/innen der Sekundarstufe I nach der 6. Stunde Unterricht haben.
 
Daher werden auf Wunsch Kinder aller Klassen mit einem warmen Mittagessen versorgt und die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 anschließend bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben begleitet. Auch die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften finden nachmittags statt.
 
Mittagessen und Nachmittagsbetreuung sind kostenpflichtig und werden durch den Förderverein des Burggymnasiums realisiert.
 
Mittagessen
- Findet in unserer Mensa statt
- Wird von „catering for kids“ geliefert
- Kostet pro Essen 3,50 €
- Die Tage sind individuell wählbar.
 
Nachmittagsbetreuung
- Findet in einem eigenen Raum neben der Mensa statt
- Gewährleistet eine Hausaufgabenbetreuung
- Dauert von 13.30 bis 15.30 Uhr
- Kostet pro Tag 3,00 €
- Wird durch erfahrene Mütter durchgeführt
- Die Tage sind individuell wählbar.
- Ist unabhängig vom Mittagessen wählbar.
 
7) Der Übergang von der Grundschule zum Burggymnasium
 
Die Klassen 5 und 6 bilden eine besondere pädagogische Einheit: die Erprobungsstufe. Anknüpfend an die Lernerfahrungen in der Grundschule führen die Lehrer/innen die Kinder in diesen zwei Jahren an die Unterrichtsmethoden und Lernangebote des Gymnasiums heran. Sie beobachten und fördern die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder.
 
Die Aufnahmegespräche erfolgen im Rahmen der durch die Stadt festgesetzten Anmeldetage. Die Schüler/innen lernen ihre neue Klasse bereits vor den großen Ferien an einem Begrüßungsnachmittag kennen. Die erste Schulwoche verbringen sie überwiegend mit den Klassenlehrer/innen sowie zwei oder drei Tutoren der Stufe 9, die den Kindern neben der Klassenleitung als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und Aktivitäten mit der Klasse organisieren.
 
Besonders in den ersten Jahren ist der/die Klassenlehrer/in eine wichtige Bezugsperson für die Schülerinnen und Schüler. Die Klassenleitung begleitet eine Klasse zunächst bis zur Klasse 7.
 
In allen Jahrgangsstufen sind die Klassenleitungen Ansprechpartner, die Schüler/innen und Eltern bei Schul- und Alltagsproblemen helfend und beratend zur Seite stehen. Zudem arbeitet die Klassenleitung mit einem/einer stellvertretenden Klassenlehrer/in zusammen. Prinzipiell steht den Schüler/innen aber natürlich jede/r Fachlehrer/in als Gesprächspartner/in zur Verfügung.
 
Im Vordergrund steht eine Pädagogik der Ermutigung und des Ernstnehmens. Die Schüler/innen sollen Freiräume erhalten, um sich zu erproben, zu entwickeln und zu finden. Sie sollen aber auch erfahren, dass es Grenzen gibt, die es einzuhalten gilt. In beidem sehen wir einen wichtigen Beitrag zur Ich-Stärkung und Förderung von Sozialkompetenzen.
Der Klassenverband stellt ein Übungsfeld für soziales Miteinander dar, in dem der/die einzelne Schüler/in sich als Teil einer Gruppe erfährt und lernt, sich selbst und andere in ihrer Eigenart anzunehmen, Wissen und Fähigkeiten in die Gruppe einzubringen und mit ihr zusammen Ziele zu verwirklichen. Die Schüler/innen erfahren, dass die Zusammenarbeit charakterliche Tugenden wie Verantwortungsbewusstsein, Aufrichtigkeit, Einsatzbereitschaft, Ausdauer, Höflichkeit, Rücksichtnahme, Pflichtbewusstsein und Ordnungssinn verlangt. Dies zu fördern ist uns ein besonderes Anliegen. Ein gutes soziales Klima trägt auch entscheidend zum Lernerfolg bei.
Zum intensiveren Kennenlernen unternimmt jede Klasse 5 vor den Herbstferien eine dreitägige Kennenlernfahrt ins Sauerland. 
 
Die enge und aktive Kooperation zwischen Elternhaus und Schule ist für uns von großer Bedeutung. Als sehr hilfreich sehen wir auch die Zusammenarbeit mit den Grundschulen an. 
 
Innerhalb der Erprobungsstufe gehen die Schüler/innen ohne Versetzung von der Klasse 5 in die Klasse 6 über. Am Ende der Klasse 6 entscheidet die Versetzungskonferenz mit der Versetzung der Schüler/innen in die Klasse 7 auch über deren Eignung für den weiteren Besuch des Gymnasiums. Sollte die Versetzungskonferenz gegen Ende der Erprobungsstufe feststellen, dass ein/e Schüler/in die Schulform wechseln sollte, so wird den Erziehungsberechtigten spätestens sechs Wochen vor Schuljahresende eine entsprechende Empfehlung schriftlich mitgeteilt und gleichzeitig ein Beratungstermin angeboten. Auf Antrag der Eltern ist auch ein früherer Wechsel möglich, wenn dies im Interesse des Kindes geboten erscheint. Die Schulleitung unterstützt die Eltern beim Wechsel des Kindes in die empfohlene Schulform.
 
P. Schnell-Klöppel, D. Kaminsky, S. Winkler

Eckpunkte

Sprachen

Sekundarstufe I (Jg. 5-9):
Englisch (ab Jg. 5)
Latein (ab Jg. 5 oder 6)
Französisch (ab Jg. 6)
Spanisch (ab Jg. 8)
unterschiedliche Schwerpunkte wählbar
 
Sekundarstufe II (Jg. 10-12):
Englisch, Latein, Französisch, Spanisch 
(als fortgeführte Fremdsprachen)
Chinesisch, Spanisch 
(als neu einsetzende Fremdsprachen)
 
Naturwissenschaften/Technik
Angebote im Wahlpflichtbereich der Jg. 8 und 9 :
Physik/Technik
Biologie/Sport
Spanisch
 
Musik
Bläserklasse in der Jg. 5 und 6
Burgorchester und Vororchester
BigBand und JuniorBand
 
Förderung bei besonderer Begabung 
oder bei Lernschwierigkeiten
 
Hausaufgabenkonzept
 
Mittagessen und Nachmittagsbetreuung
 
Für eine individuelle Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter Tel. 0201 88480430.